Day 5

Urquhart Castle

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Urquhart Castle

Urquhart Castle ist eine am Loch Ness gelegene Burgruine. Der nächstgelegene Ort ist das etwa 2,7 km entfernte Drumnadrochit.
Um 1230 hatte König Alexander II. eine Revolte gegen seine Herrschaft in der Region Moray niedergeschlagen. Um seine Regentschaft zu sichern, übergab er diese Region an seinen Schwiegersohn Alan Durward. Dieser begann umgehend mit der Errichtung einer strategisch günstig gelegenen Burganlage, die von ihrer Planung her eine Festung war. Trotzdem sollte die Anlage alle Bequemlichkeiten einer Residenz besitzen, wie sie von einem Chief des Clan Urquhart erwartet wurde. Diese Burg zählte in ihrer Blütezeit zu den größten in Schottland. Die steinerne Ringmauer umgab ein weitläufiges Gelände und schützte so die innen liegenden Wohngebäude aus Holz.
1275 starb Alan Durward ohne Erben, die Burg fiel an die Familie Comyn. 1296 wurde sie von den Engländern eingenommen, 1303 von den Schotten zurückerobert, fiel aber im gleichen Jahr wieder in englische Hand. Nachdem er König geworden war, konnte Robert the Bruce die Anlage 1306 endgültig unter schottische Kontrolle bringen. Danach gewann die Anlage immer mehr an strategischer Bedeutung und wurde ab 1395 weiter zu einer mittelalterlichen Festungsanlage ausgebaut. So kamen beispielsweise das stark befestigte Torhaus und der Bergfried als zweiter Verteidigungspunkt im Norden der Anlage hinzu. Im Laufe der folgenden 150 Jahren wurden viele der errichteten Gebäude jedoch stark beschädigt, als die „Lords of the Isles“ des Clan MacDonald sich gegen die Krone stellten. Der nördliche Teil der Burg wurde verstärkt, da es einfacher war, eine kleinere Anlage mit wenigen Leuten zu verteidigen.
Ab 1545 wurde die Burg als Verteidigungsanlage in großen Teilen aufgegeben, stattdessen der Bergfried renoviert und zu einem Wohngebäude für einen Laird umgebaut.[4] Zu dieser Zeit war ein Teil der Verteidigungsanlagen bereits verfallen.
Um 1600 ist die Burg verlassen, da die Lairds inzwischen bequemere Residenzen in akzeptableren Gegenden bevorzugten. In der Folge spielte die Burg keine strategische Rolle mehr, die letzte Garnison verließ sie nach dem Schottischen Jakobitenaufstand von 1689 im Jahr 1692. Fortan war die Burg dem Verfall überlassen. Nachdem sie verlassen worden war, wurden die Gebäude systematisch geplündert; ihre Steine und Dächer wurden teilweise für den Bau von Häusern abgetragen. So fanden sich allein 10 Tonnen entwendeten Bleis aus der Dachkonstruktion der Anlage in den umliegenden Cottages und Barns wieder.

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Urquhart Castle sits beside Loch Ness in the Highlands of Scotland. The castle is on the A82 road, 21 kilometres (13 mi) south-west of Inverness and 2 kilometres (1.2 mi) east of the village of Drumnadrochit.
The present ruins date from the 13th to the 16th centuries, though built on the site of an early medieval fortification. Founded in the 13th century, Urquhart played a role in the Wars of Scottish Independence in the 14th century. It was subsequently held as a royal castle, and was raided on several occasions by the MacDonald Earls of Ross. The castle was granted to the Clan Grant in 1509, though conflict with the MacDonalds continued. Despite a series of further raids the castle was strengthened, only to be largely abandoned by the middle of the 17th century. Urquhart was partially destroyed in 1692 to prevent its use by Jacobite forces, and subsequently decayed. In the 20th century it was placed in state care and opened to the public: it is now one of the most-visited castles in Scotland.
The castle, situated on a headland overlooking Loch Ness, is one of the largest in Scotland in area.[2] It was approached from the west and defended by a ditch and drawbridge. The buildings of the castle were laid out around two main enclosures on the shore. The northern enclosure or Nether Bailey includes most of the more intact structures, including the gatehouse, and the five-storey Grant Tower at the north end of the castle. The southern enclosure or Upper Bailey, sited on higher ground, comprises the scant remains of earlier buildings.

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